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Glossar

Orderbuch

Ein Orderbuch ist eine live geführte, geordnete Liste aller offenen Kauf- und Verkaufsaufträge für einen Vermögenswert an einer Börse, nach Preis sortiert.

Wie es funktioniert

Kaufaufträge (Gebote) und Verkaufsaufträge (Angebote) werden nach Preis gestapelt, wobei das höchste Gebot und das niedrigste Angebot in der Mitte aufeinandertreffen; die Lücke dazwischen ist der Spread. Wenn ein Kauf- und ein Verkaufsauftrag im Preis übereinstimmen, kommt ein Handel zustande. Die Tiefe der Aufträge auf jeder Ebene zeigt, wie viel gehandelt werden kann, bevor sich der Preis bewegt — ein Maß für die Liquidität.

Warum es wichtig ist

Im Orderbuch findet an zentralisierten Börsen die Preisfindung statt und macht Angebot, Nachfrage und Liquidität auf einen Blick sichtbar. Viele dezentrale Börsen ersetzen es durch automatisierte Liquiditätspools, doch das Orderbuch bleibt die klassische Marktstruktur.

Beispiel

Ein dünnes Orderbuch mit wenigen Aufträgen bedeutet, dass ein einzelner großer Handel den Preis stark bewegen kann.